Wie alles begann

Ihren Anfang nahm die Geschichte der Tourismusschulen Salzburg am Ende des Zweiten Weltkrieges. Damals erkannten VertreterInnen der Handels- und der Arbeiterkammer, Schulfachleute und UnternehmerInnen, dass der Tourismus in Zukunft eine bedeutende Rolle in Salzburg spielen würde. Für eine dynamische Entwicklung brauchte es aber gut ausgebildetes Personal, dem sollte mit der Gründung eines Hotelfachkurses Rechnung getragen werden. 1945 startete der erste "Internationale Hotelfachkurs" in Mattsee.

1946 übernahm die Handelskammer, die heutige Wirtschaftskammer, die Schulerhalterschaft und wandelte den Kurs in eine zweijährige Fachschule mit Öffentlichkeitsrecht um. Aufgrund der steigenden Nachfrage und des sich daraus ergebenden Platzmangels, übersiedelte die Schule 1948 nach Bad Gastein. Der Lehrplan wurde erweitert und die Schule in "Höhere Salzburger Hotelfachschule" umbenannt. Ein Jahr später wurde der "Salzburger Hotelfachschulverein" ins Leben gerufen, der unter dem Namen "Verein Tourismusschulen Salzburg" noch heute besteht.

 

Die Anfänge in Bad Hofgastein und Klessheim

Mit dem Erwerb des Grand Park Hotels 1953 durch die WKS übersiedelte die Schule nach Bad Hofgastein. Erstmals in Österreich wurde das Modell eines Lehrhotels realisiert. Im Grand Park Hotel sammeln SchülerInnen auch heute noch Praxiserfahrung. Um die steigende SchülerInnenzahl bewältigen zu können, wurde 1957 eine Zweigstelle im Kavalierhaus Klessheim eröffnet. Neben der Hotelfachschule gab es dort auch eine zweijährige Gastwirteschule, die sich speziell an Söhne und Töchter von Gastwirten richtete.

Einen entscheidenden Schritt setzte der Schulverein mit der Gründung einer Höheren Lehranstalt für Fremdenverkehrsberufe im Jahr 1962 am Standort Klessheim. Außerdem wurde ein zweijähriger Abiturientenlehrgang eingeführt sowie das Institute of Tourism and Hotel Management - eine englischsprachige touristische Ausbildung für internationale StudentInnen, u.a. auch aus Entwicklungsländern - gegründet. Mit der Einrichtung eines zweijährigen Hotel- und Gastgewerbefachlehrgangs für Erwachsene erfolgte eine weitere wichtige Ergänzung des Ausbildungsangebots. Damit wurde auch auf dem Sektor des Fremdenverkehrs der zweite Bildungsweg erschlossen. 1972 wurde das Schulgebäude am heutigen Standort in Klessheim eröffnet

 

Drei Standorte seit 30 Jahren

Der Schulbetrieb am Standort Bischofshofen startete 1980 mit einer reinen Mädchenklasse. Wenige Jahre später eröffnete der Schulverein zusätzlich zur Gastgewerbeschule ein Fremdenverkehrskolleg. Diese Ausbildungsmöglichkeit wurde vom Hotelfachlehrgang für Erwachsene abgelöst, der 1990 von Klessheim nach Bischofshofen verlegt wurde. 1998 wurde auch dort eine Höhere Lehranstalt für Tourismus eingeführt. In den vergangenen Jahren hat sich an allen Standorten viel getan, die Ausbildungsmöglichkeiten wurden vom Schulerhalter, der WKS, laufend aktualisiert, die Schulgebäude und Praxisbetriebe modernisiert und erweitert.

Die drei Standorte Klessheim, Bischofshofen und Bad Hofgastein haben sich auf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisiert und decken alle Ausbildungsbereiche ab. In Bad Hofgastein wird die fünfjährige Höhere Lehranstalt für Tourismus mit dem Schwerpunkt "Hotelmanagement und Gesundheitstourismus", die dreijährige Hotelfachschule mit dem Schwerpunkt "Hotel und Gastronomie" sowie die vierjährige Skihotelfachschule geführt, eine in Österreich einzigartige Ausbildungsmöglichkeit. In Klessheim werden neben der fünfjährigen Höheren Lehranstalt für Tourismus noch zwei viersemestrige Kollegs mit den Schwerpunkten "Hotelmanagement - Food and Beverage" sowie "Tourismusorganisation" angeboten. Bischofshofen führt eine fünfjährige Höhere Lehranstalt für Tourismus, eine dreijährige Fachschule sowie einen zweijährigen Tourismuslehrgang für Erwachsene.

 

Vom Terzett zum Quartett

Im Herbst 2011 erweiterte die WKS ihr Angebot um einen vierten Schulstandort. Sie ging mit dem "Schulverein für wirtschaftlichen Unterricht Oberpinzgau" und der Erzdiözese Salzburg eine Partnerschaft ein und führt die Wirtschaftsschulen Bramberg als Tourismusschule mit dem Schwerpunkt "Nachhaltiger Tourismus" weiter. Die Neuausrichtung verleiht der Schule ein österreichweit einzigartiges Profil. Außerdem wurde mit der Etablierung der Schule eine Ausbildungslücke geschlossen. Denn im Pinzgau gibt es zwar knapp 80 Schulen, aber bis dato keine Tourismusschule und das, obwohl der Tourismus der Haupterwerbszweig in der Region ist. Angeboten werden eine dreijährige Hotelfachschule sowie ein dreijähriger Aufbaulehrgang.

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